Nackt und schwanger in der Öffentlichkeit

August 1991, das prüde Amerika reibt sich die Augen.

Auf der Titelseite des Magazins „Vanity Fair“ ist eine Nackte in neunten Schwangerschaftsmonat zu sehen, der Hollywood-Star Demi Moore.

Und auf einmal wurde schwanger zu sein für Alpha-Frauen zum modischen must.

Schon einmal hatte ein Nacktfoto von Annie Leibowitz die Welt bewegt.

Am 8. Dezember 1980 fotografierte sie das Liebespaar Yoko Ono und John Lennon wie Gott sie schuf im gemeinsamen Bett. Wenige Stunden vor Johns Ermordung.

Es gibt Bilder, die wir alle im Kopf haben, wenn wir an die großen Rock- und Filmstars denken. Sehr oft sind es Bilder, die wir Annie Leibowitz verdanken.

Unter dem Titel „A Photographer’s Life 1990 – 2005“ zeigt das C/O Berlin im Postfuhramt (Oranienburger Straße, Ecke Tucholskystraße in Berlin Mitte) eine Werkschau der Prominenten- und Werbefotografien aus den USA.

Nicht minder faszinierend und exemplarisch ist das Leben der Annie Leibowitz, nachzulesen auf Wikipedia. Sie tourte mit den Rolling Stones und anderen Rock- und Popbands als „the boy in the band“, wodurch ihr Fotos von nie gesehener Vertrautheit gelangen. Sie führte eine Ehe von Frau zu Frau mit Susan Sontag, der bedeutendsten Intellektuellen der USA. Mit über 50 entschloss sie sich Mutter zu werden. Liebe Annie Leibowitz, wir danken Dir für Deine Kunst, auch die Kunst, ein eigenwilliges Leben zu gestalten.

„Ich werde fotografieren, bis ich umfalle“ hast Du gesagt.

Zum Glück bist Du ja standfest.

Süddeutsche Zeitung vom 28.02.2009 von Rebecca Casati

Der folgende Text wurde in der SZ unter dem Titel “Werber in der Krise” abgedruckt.

Die Geschichte von Carlos Obers kennen die wenigsten. Dabei wohnt Obers nur vier Kilometer Luftlinie von “Scholz & Friends Berlin” entfernt, an der Grenze von Kreuzberg und Mitte, wo es sich wie Niemandsland anfühlt. In einem Hochhaus hat Obers sich auf zwei Etagen sein Leben eingerichtet. Unten steht ein langer, weißlackierter Tisch mit vielen Stühlen, daneben deckenhohe Regale mit Kunstbänden. An der Wand lehnt ein Aluminium-Rad, an einem Schreibtisch macht eine Assistentin mit Headphone irgendwelche Termine aus

Gummibären und Waschmittelmarken

Der Raum wirkt wie die Simulation einer Agentur. Es ist ja auch eine Agentur. Nur werden hier eben keine Gummibären oder Waschmittelmarken verkauft. Tatsächlich betreibt Obers hier unter dem Namen “Greta Brentano” eine Escort-Agentur.

Obers ist einer dieser typischen Quereinsteiger der goldenen Jahre. Er begann in Frankfurt als Buchhändler, wurde dann Werbeleiter des Piper-Verlags und sattelte schließlich um, zum Werbetexter bei der GGK. Er betextete Kampagnen von Siemens, IBM oder der Vogue. Bis vor zehn Jahren war er Sprecher des ADCs. Bis vor ein paar Jahren arbeitete er beratend für die Münchner Agentur Serviceplan an Kampagnen für Strellson oder Comma.
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Art Escort in Berlin

Wie Sie bei SPIEGEL-Online www.spiegel.de nachlesen können, hat Berlin jetzt auch einen ART-Escort zu bieten, initiiert von dem Berliner Fernsehjournalisten und Buchautor Norbert Kron: Bei ART-Escort www.art-escort.de gibt es „Kunst statt Sex“. Wenn für Sie jedoch die Musen keine Damen-ohne-Unterleib sein sollten, können Sie die Berliner Kunstszene auch sinnlicher erkunden : mit einer Muse von Greta Brentano www.greta-brentano.de

Die Musen bei Greta Brentano sind bildende Künstlerinnen, Tänzerinnen, Schauspielerinnen oder Kunst- und Sprach-kundige Akademikerinnen. Sie inspirieren und verführen – auch zur Kunst der Liebe. Appetit auf ART & AMOR? Dann schreiben Sie an die Muse Ihrer Wahl: muse@greta-brentano.com