Die Sinnlichkeit der Amanda S.

In „Chloé“ entfaltet Amanda Seyfried ihre Aura als Femme Fatale.

Sapphische Küsse

Erst im letzten Jahr war Jungschauspielerin Amanda Seyfried an der Seite von Megan Fox zu sehen, dem aktuellen Nachwuchs-Sex-Symboll Hollywoods. In „Jennifers Body“ spielte sie die blasse beste Freundin, das Mauerblümchen an der Seite des Highschool-Vamps, der zum männermordenden Vampir mutiert. Kaum eine Kritik versäumte, die Kussszene zwischen den beiden Jungschauspielerinnen hervorzuheben. Und sapphische Küsse stehen auch im Zentrum des neuen Films der 24-jährigen. Unter völlig veränderten Vorzeichen.
Amanda Seyfried spielt „Chloé“, ein Luxus-Callgirl, dass von der erfolgreichen Ärztin Cathrine (Julianne Moore) auf ihren Eheman (Liam Neeson) angesetzt wird, um seine zweifelhafte Treue zu testen. Für die Regie verantwortlich zeichnet Atom Egoyan, der schon in „Exotica“ beweisen konnte, dass er mit einem sicheren Sinn für die tropisch schwülen und unauslotbaren Abgründe der Sinnlichkeit begabt ist.

In Augenblicken verloren

„Chloé“ zeigt Amanda Seyfried als Mischung aus Scarlett Johanson und Annette Louisan. Halb Kindfrau, halb tabufreie Kunststudentin, raffiniert-naiv, mit üppigen Lippen und verschleiertem Blick aus unglaublichen Augen. Während Chloé ihrer Auftraggeberin mit Blicken, Gesten, Berührungen ausmalt, wie sie ihren Mann verführte, sich von ihm verführen ließ – reagiert Catherine wie gebannt: anfangs schockiert, dann fasziniert und mehr und mehr erregt und schließlich verloren.

Erfüllung des Begehrens

„Ich kann dein erster Kuss werden – oder dein lebender atmender Traum“ verheißt Chloé am Anfang. Und für die Ärztin, ihren Mann, ihren Sohn wird sie es – Projektionsfläche und Erfüllung des Begehrens. Bezaubernd, rätselhaft und selbst nie zu greifen. Aber auch an anderer Stelle hat man die sinnliche Seite Amanda Seyfrieds erkannt. Kurz vor dem Kinostart brachte der Esquire eine Bildstrecke der Schauspielerin, die man nur in einem Wort zusammenfassen kann: Atemberaubend. Man darf gespannt sein, womit die junge Actrice demnächst überrascht.

Verführen und verführen lassen

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