Musen

english version -> Esprit und Eros Köstlich ist der Musenkuss „Sage mir Muse die Taten des vielgewanderten Mannes …“- mit dieser Anrufung lässt Homer (ca. 700 v.Chr.) seine „Odyssee“ beginnen. Der blinde Sänger war wohl nicht ganz blind für weibliche Reize, zumindest aber nicht für femininen Esprit. Neun Musen kannte die Antike: Nymphen, die den…

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Vortrag am I. f. Erotosophie zu Berlin. Vortragende: Salomé B.

Der Mensch erscheint bekannter Weise symmetrisch gewachsen. Die Rede ist von der Symmetrie des menschlichen Körpers. Er hat eine Mittellinie – natürlich ist es nur eine gedachte Linie. Sie verläuft vom Scheitel bis zur der Stelle, wo die Beine abzweigen, und an der Wirbelsäule entlang wieder zum Scheitel. Links und Rechts dieser Spiegelachse sind die Gliedmaßen angeordnet, Arme und Beine, Hände und Füße. Es gibt eine linke Hand, die den Daumen rechts hat, und ihr Gegenstück auf der anderen Seite. Es gibt überhaupt nichts an unserer äußeren Gestalt, das sich der Symmetrie der Spiegelachse entzieht.

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Béjarts „Ring um den Ring“ – ein Nachwort

So leichtfüßig kann ein Schwergewicht sein „Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde“, lässt Friedrich Nietzsche seinen Zarathustra sagen. Warum dann nicht gleich den ganzen germanischen Götterhimmel das Tanzbein schwingen lassen? Warum nicht den dahindämmernden Göttern in Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ ein Ballett zu Füßen legen? Maurice Béjart hat es…

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Kussechte Liebe

Ich habe eine These: Der Kuss ist nicht so harmlos wie er in der Literatur, im Film oder im Sprachgebrauch erscheint. Anders als Genetiker, Hormonforscher und Biologisten uns weismachen wollen, dient der Kuss keineswegs der Vorbereitung zur Fortpflanzung. Er ist reines Vergnügen. Also pervers.

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