L’Amour – la mort

Der Regisseur und Autor Michael Haneke mit dem Filmplakat zu “Amour” Foto: © 2013 AFP

Michael Hanekes Film „Amour“ hat nach der GOLDENEN PALME von Cannes, dem GOLDEN GLOBE und dem französischen CAESAR nun auch den OSCAR erhalten – als bester nicht englischsprachiger Film. Das konnte man sich denken und ist dennoch überrascht.
Denn „Amour“ erweist sich eher als anspruchsvolles Kammerspiel denn als großes Kino-Spektakel. Wir erleben Film-Kunst mit genialer Regie und überragenden Schauspielern (Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant als altes Ehepaar, Isabelle Huppert als dessen Tochter Eva).
Doch anders als der Oscar-Preisträger „Argo“, der wieder einmal versucht, die USA als Heldennation in die Geschichtsbücher zu schreiben, erzählt „Amour“ mit ganz schlichten Mitteln eine Liebesgeschichte. Und wir fragen uns, warum sie so tief  berührt,  ja erschüttert.

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Auf ein Wort, meine Herren.

Bevor wir unser Gespräch beginnen, gestehe ich Ihnen ganz direkt, dass es mich nicht stört, wenn Sie mir Komplimente für mein Äußeres machen. Ich sage das nur zur Entspannung unseres Verhältnisses. Kürzlich wurde von einer jungen Politikerin folgende Regel aufgestellt, die wohl ein kategorischer Imperativ sein soll: „Erstens: Fasse niemanden an, den du nicht kennst….

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